KI-NAS: was ein AI NAS wirklich kann
Kurz: Für KI-Funktionen wie Gesichtserkennung oder lokale Suche zählen Prozessor und Arbeitsspeicher mehr als bei einem reinen Datengrab.. In diesem Ratgeber stehen 9 Produkte mit geprüftem Amazon.de-Preis, ab 80,67 €.
Aktualisiert
Das NAS: Prozessor, Arbeitsspeicher, Schächte
Für KI-Funktionen wie Gesichtserkennung oder lokale Suche zählen Prozessor und Arbeitsspeicher mehr als bei einem reinen Datengrab.
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Die passenden Festplatten
Für RAID und Dauerbetrieb sind NAS-Festplatten mit CMR die sichere Wahl.
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Netzwerk: 2,5GbE oder schneller
Große Datensätze profitieren von einem 2,5GbE-Switch oder mehr zwischen NAS und Rechner.
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Kurz gesagt: worauf es bei einem KI-NAS ankommt
Ein KI-NAS bietet Funktionen wie Gesichtserkennung oder lokale Suche, und dafür zählen Prozessor und Arbeitsspeicher mehr als bei einem reinen Datengrab. Wer ein solches System plant, trifft drei Entscheidungen: das NAS mit Prozessor, Arbeitsspeicher und Schächten, die passenden Festplatten und das Netzwerk zwischen NAS und Rechner. Für RAID und Dauerbetrieb gelten NAS-Festplatten mit CMR als sichere Wahl, und große Datensätze profitieren von einem 2,5GbE-Switch oder mehr. Dieser Ratgeber geht die drei Schritte der Reihe nach durch und verweist jeweils auf die passende Übersichtsseite.
Vorab ein Hinweis zur Einordnung: Die Website testet keine Produkte selbst, die technischen Daten stammen von den Herstellern. Welche KI-Funktionen ein bestimmtes Gerät mitbringt, sollten Sie deshalb in den Angaben des jeweiligen Herstellers nachlesen.
Das NAS: Prozessor, Arbeitsspeicher, Schächte
Am Anfang steht die Wahl des Geräts selbst. Sobald ein NAS KI-Funktionen wie Gesichtserkennung oder lokale Suche übernehmen soll, zählen Prozessor und Arbeitsspeicher mehr als bei einem System, das nur Daten ablegt. Alle Kandidaten in dieser Auswahl bieten vier Schächte für Laufwerke. Eine Übersicht der Geräte finden Sie auf der Seite 4-Bay-NAS.
Die Kandidaten im Überblick
Das Synology DS923+ arbeitet mit einem AMD Ryzen R1600 mit 2 Kernen und 4 Threads bei 2,6 bis 3,1 GHz und hat zwei Netzwerkanschlüsse mit 1GbE. Das Synology DS925+ nutzt einen AMD Ryzen V1500B mit 4 Kernen und 8 Threads bei 2,2 GHz und bringt zwei Anschlüsse mit 2,5GbE mit. Im QNAP TS-464 steckt ein Intel Celeron N5095 mit 4 Kernen und bis zu 2,9 GHz, dazu kommen zwei 2,5GbE-Anschlüsse.
Das UGREEN NASync DXP4800 Plus setzt auf einen Intel Pentium Gold 8505 mit 5 Kernen und 6 Threads und bis zu 4,4 GHz und kombiniert einen 10GbE-Anschluss mit einem 2,5GbE-Anschluss. Das UGREEN NASync DH4300 Plus verwendet einen Rockchip-Prozessor mit 8 ARM-Kernen (A76 und A55) bei 2,4 GHz und hat einen 2,5GbE-Anschluss. Das TerraMaster F4-424 Pro arbeitet mit einem Intel Core i3-N305 mit 8 Kernen und bis zu 3,8 GHz und bietet zwei 2,5GbE-Anschlüsse.
So lesen Sie die Prozessorangaben
Die Auswahl reicht von 2 Kernen beim DS923+ bis zu 8 Kernen beim DH4300 Plus und beim F4-424 Pro. Neben Prozessoren von Intel und AMD ist mit dem DH4300 Plus auch ein ARM-Modell vertreten. Ob eine bestimmte KI-Funktion auf einem bestimmten Prozessor angeboten wird, klären Sie am besten in den Herstellerangaben zum konkreten Modell. Zum Arbeitsspeicher nennt diese Auswahl keine Werte, obwohl er für KI-Funktionen ins Gewicht fällt. Prüfen Sie deshalb auf der Produktseite, wie viel Arbeitsspeicher verbaut ist und ob er sich erweitern lässt.
Netzwerkanschlüsse am NAS gleich mitdenken
Schon bei der Gerätewahl entscheidet sich, wie schnell das NAS ans Netz angebunden werden kann. Das DS923+ hat zwei 1GbE-Anschlüsse, das DXP4800 Plus als einziges Gerät dieser Auswahl einen 10GbE-Anschluss. Die übrigen Kandidaten bieten 2,5GbE, entweder einfach oder doppelt. Mehr dazu im Abschnitt zum Netzwerk weiter unten.
Die passenden Festplatten
Im zweiten Schritt geht es um die Laufwerke. Für RAID und Dauerbetrieb sind NAS-Festplatten mit CMR die sichere Wahl. Eine Übersicht der Kapazitäten finden Sie unter NAS-Festplatten.
Warum CMR wichtig ist
CMR schreibt die Spuren auf der Platte nebeneinander, während SMR die Spuren überlappt und bei langen Schreibvorgängen sowie beim Wiederaufbau eines RAID langsamer werden kann. NAS-Festplatten wie WD Red, Seagate IronWolf und Toshiba N300 sind von den Herstellern für den Dauerbetrieb in NAS-Systemen ausgelegt. Alle Festplatten in dieser Auswahl arbeiten mit CMR.
Die Kapazitäten in dieser Auswahl
Aus der Reihe WD Red Plus stehen die WD Red Plus 4TB, die WD Red Plus 8TB und die WD Red Plus 12TB zur Wahl. Für größere Kapazitäten listet die Auswahl die WD Red Pro 16TB, die WD Red Pro 20TB und die WD Red Pro 22TB. Wird ein NAS diskless geliefert, also ohne Festplatten, müssen die Laufwerke separat gekauft werden. Prüfen Sie deshalb auf der Produktseite des NAS, ob Laufwerke enthalten sind.
RAID planen, Datensicherung nicht vergessen
RAID 1 spiegelt zwei Laufwerke, sodass die Daten beim Ausfall eines Laufwerks erhalten bleiben, RAID 5 verteilt Paritätsdaten auf mindestens drei Laufwerke. Welche RAID-Stufen ein Gerät anbietet, steht in den Angaben des NAS-Herstellers. Ein RAID ersetzt allerdings keine Datensicherung: Gelöschte oder verschlüsselte Dateien sind auf allen Laufwerken des RAID betroffen, deshalb bleibt eine Kopie an einem zweiten Ort nötig. Wenn das NAS etwa eine Fotosammlung mit Gesichtserkennung verwalten soll, planen Sie diese Kopie am besten von Anfang an mit.
Ein weiterer Wert auf den Datenblättern ist die Arbeitslast pro Jahr: Sie gibt an, wie viele Terabyte pro Jahr der Hersteller für eine Festplatte vorsieht. Halten Sie diesen Wert gegen Ihre geplante Nutzung, bevor Sie sich für eine Reihe entscheiden.
Netzwerk: 2,5GbE oder schneller
Der dritte Schritt betrifft die Verbindung zwischen NAS und Rechner. Große Datensätze profitieren von einem 2,5GbE-Switch oder mehr zwischen NAS und Rechner. Eine Übersicht der Modelle finden Sie unter 2,5GbE-Switch.
Was 2,5GbE bringt und was dafür nötig ist
2,5GbE überträgt bis zu zweieinhalbmal so viele Daten wie 1GbE. Damit diese Geschwindigkeit genutzt wird, muss die Gegenstelle, also PC, Switch oder Router, dieselbe Geschwindigkeit unterstützen. Ein NAS mit 2,5GbE-Anschlüssen nutzt diese Geschwindigkeit also nur, wenn auch Switch und Rechner sie beherrschen.
Die Switches in dieser Auswahl
Der QNAP QSW-2104-2T bietet vier 2,5GbE-Ports und zwei 10GbE-Ports. Der QNAP QSW-1108-8T, der TP-Link TL-SG108-M2 und der Zyxel MG-108 haben jeweils acht 2,5GbE-Ports. Der Ubiquiti UniFi Flex 2.5G (USW-Flex-2.5G-8) kombiniert acht 2,5GbE-Ports mit zwei 10GbE-Ports.
Wer den 10GbE-Anschluss des UGREEN NASync DXP4800 Plus nutzen möchte, findet in dieser Auswahl mit dem QSW-2104-2T und dem UniFi Flex 2.5G zwei Switches mit 10GbE-Ports. Bei 10GbE lohnt ein Blick auf die Art der Ports: SFP+ ist ein Steckplatz für 10-GbE-Module oder Direct-Attach-Kabel, RJ45-Ports nutzen Kupfer-Netzwerkkabel. Klären Sie auf der Produktseite, welche Portart der Switch hat und ob sie zu Ihren Kabeln und zum NAS passt.
Managed oder unmanaged
Ein unmanaged Switch verteilt Verbindungen ohne Konfiguration, managed Switches erlauben zusätzlich Funktionen wie VLANs und Überwachung. Wer Netze trennen oder den Verkehr überwachen möchte, achtet also auf einen managed Switch. Ob ein Modell managed ist, sehen Sie auf seiner Produktseite.
Wie die Preise auf diesen Seiten zustande kommen
Die Preise auf den verlinkten Seiten stammen von Amazon.de und sind in Euro angegeben. Sie werden alle sechs Stunden geprüft und nur angezeigt, wenn die letzte Prüfung weniger als 24 Stunden alt ist, immer mit Prüfzeitpunkt. Links zu Amazon.de enthalten eine Partner-Kennung, der Preis für Käufer ändert sich dadurch nicht. Sofern eine aktuelle Prüfung vorliegt, finden Sie den Preis samt Prüfzeitpunkt im Preisblock der jeweiligen Produktseite.
Checkliste vor dem Kauf
- KI-Funktionen festlegen: Für Gesichtserkennung oder lokale Suche zählen Prozessor und Arbeitsspeicher mehr als bei reiner Ablage.
- Prozessor vergleichen: Die Kandidaten reichen von 2 bis 8 Kernen, mit Prozessoren von Intel, AMD und einem ARM-Modell.
- Arbeitsspeicher auf der Produktseite prüfen, da diese Auswahl keine Werte dazu nennt.
- Klären, ob das NAS diskless geliefert wird und die Festplatten separat gekauft werden müssen.
- NAS-Festplatten mit CMR wählen.
- RAID-Stufe planen: RAID 1 spiegelt zwei Laufwerke, RAID 5 braucht mindestens drei.
- Eine Sicherungskopie an einem zweiten Ort einrichten, denn ein RAID ersetzt keine Datensicherung.
- Netzwerk durchgängig planen: NAS, Switch und Rechner müssen 2,5GbE unterstützen, damit die Geschwindigkeit genutzt wird.
- Bei 10GbE die Portart prüfen, also SFP+ oder RJ45.
- Entscheiden, ob ein managed Switch mit VLANs und Überwachung nötig ist.


